Geschichte

1896 - 1938  |  1939 - 1945 |  1946 - 1970 |  1971 - 19951996 - 2010

Im Jahr 1996 feierte die Freiwillige Feuerwehr Scheiblingkirchen ihr 100-jähriges Bestehen. Dies wurde durch zahlreiche Veranstaltungen gefeiert. So wurde im Pfarrheim Scheiblingkirchen eine Ausstellung gestaltet und gleichzeitig eine umfangreiche Festschrift erstellt.

Im Mai wurden am Gelände des ehemaligen Freibades Abschnittfeuerwehrleistungsbewerbe veranstaltet und das traditionelle Strandfest wurde in Form eines dreitägigen Jubiläumsfestes abgehalten. Bei der offiziellen 100-Jahr Feier konnte das neue Tanklöschfahrzeug im Beisein zahlreicher Prominenz aus Politik und Wirtschaft offiziell in Dienst gestellt werden.

Seit diesem Jahr wird das traditionelle Strandfest als 3-tägige Veranstaltung abgehalten.

Am 8. August 1999 wütete ein schweres Unwetter im Gebiet Scheiblingkirchen, Warth und Kirchau. Dieses brachte gewaltige Wassermassen mit sich, sodass weite Teile der Ortschaft Scheiblingkirchen unter Wasser standen. Durch den Haßbach trat die Pitten über die Ufer, weiters wurde Scheiblingkirchen durch Wassermassen aus dem Höllgraben und dem Graben Richtung Zottelhof stark getroffen. Ein mehrtägiger Hochwassereinsatz begann, wobei Feuerwehrkräfte aus dem gesamten Bezirk Neunkirchen und Teilen des Bezirkes Wr. Neustadt, sowie des KHD Dienstes (Katastrophenhilfsdienstes) aus dem Bezirk Baden zum Einsatz kamen.

Aus Erkenntnissen dieses Einsatzes und auch der Erfahrung der schlechten Funkverbindung vom FW Haus in die Bezirksalarmzentrale Neunkirchen wurde im Jahr 2000 eine Funkfixstation installiert.

Im Jahr 2001 wurde ein gebrauchtes Fahrzeug mit Ladebordwand angekauft und in Eigenregie zu einem Versorgungsfahrzeug mit hydraulischer Ladebordwand umgebaut.

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Im Jahr 2003 ging die Homepage online und neue Schutzjacken für die Mannschaft konnten in Empfang genommen werden.

Da das bestehende KLF bereits einige Altersschwächen aufwies wurde der Ersatz dieses Fahrzeuges beschlossen. Im Jahr 2004 konnte das neue LF-A mit hydraulischem Rettungssatz und zahlreicher technischer Zusatzbeladung in Dienst gestellt und anlässlich der Florianifeier gesegnet werden.

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Im gleichen Jahr wurde mit den Bauarbeiten der neuen zusätzlichen Garage begonnen und noch Ende des Jahres 2004 konnten das VF und das KDO in ihr "neues Zuhause einziehen".

Einsatztätigkeit:

In den vergangenen Jahren ist ein markanter Anstieg der Einsatztätigkeit zu verzeichnen. Als besondere Einsätze können hervorgehoben werden:

- Brand der Mülldeponie in Seebenstein - 1996

- zuvor beschriebenes Hochwasser - 1999

- Dachstuhlbrand in Scheiblingkirchen, Hauptstraße - 2002

- Brand eines landwirtschaftlichen Objektes in Mollfritz - 2003

- Sturz eines PKW´s von der Autobahnbrücke im Höllgraben - 2005

 

Unser altes KDO wurde nach 28 Jahren aufgrund des Alters und der zu hohen Erhaltungskosten im Frühjahr 2007 ausgeschieden. Am 09. Mai 2007 konnte das neue KDOF, ein gebrauchtes umgebautes Rettungsfahrzeug, in den Dienst gestellt werden.

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Nach den starken Schneefällen 2009 mussten mehrere Gebäude im Bezirk Neunkirchen von den enormen Schneemassen befreit werden. Weiters fuhren wir zu Nachlöscharbeiten nach einem Großbrand in einem Gewerbebetrieb in Hirschwang. Bei einem Zimmerbrand im Landespflegeheim Scheiblingkirchen konnte Schlimmeres verhindert werden.

Im Sommer 2010 konnte die zusätzliche Garage fertiggestellt und von FKUR Mag. Stefan Mitterhauser gesegnet werden.

  • hausneu

 

 

 

Am 9. September 1945 wird das erste Kommando nach dem 2. Weltkrieg gewählt. Im darauf folgenden Jahr wird das Feuerwehrwesen in der bis zum Jahre 1938 bestehenden Form wiederaufgebaut.

Ab dem Frühjahr 1947 gibt es bundesweit einheitliche Uniformen. An Stelle des bisher verwendeten Grußes "Gut Heil!" wird auf Anordnung der Alliierten der Feuerwehrgruß "Gut Wehr!" eingeführt.

Der Reingewinn vom ersten Feuerwehrball nach dem 2. Weltkrieg und eine Haussammlung ermöglichen es, am 28. Juli 1947 einen amerikanischen Wehrmachtswagen anzukaufen.

  • fordson
  • lieferschein

Im Jahre 1961 ist es der Freiwilligen Feuerwehr Scheiblingkirchen erstmals möglich, bei den Landesleistungsbewerben in Krems teilzunehmen.

Am 15. Februar 1968 gelingt es, einen übertragenen VW-Bus als Kleinlöschfahrzeug anzukaufen (erstes KLF der FF-Scheiblingkirchen).

  • klf

Um die kostenintensive Aufrechterhaltung des Feuerwehrbetriebes zu gewährleisten, beschließt man die jährliche Durchführung eines "Strandfestes". Am 11. August 1968 geht das 1. Fest reibungslos über die Bühne.

 

Im Jahre 1970 tritt ein neues Feuerpolizei- und Feuerwehrgesetz in Kraft. Die bisher auf Vereinsbasis organisierten Freiwilligen Feuerwehren werden in "Körperschaften des öffentlichen Rechtes" umgewandelt. Ein bedeutender Schritt in die Zukunft, unserer aus dem öffentlichen Leben nicht mehr wegzudenkenden Hilfsorganisation, wird damit gesetzt.

Das Einsatzaufkommen wird zunehmend auf den technischen Sektor verlagert.

Die Ausrüstung der Feuerwehren muss dem neuen Anforderungsprofil angepasst werden. Neue Fahrzeuge und Geräte werden angeschafft, der Bau zeitgemäßer Feuerwehrhäuser ist erforderlich. Da die öffentlichen Mittel für diese Anschaffungen nicht ausreichend verfügbar sind, müssen die Feuerwehren Geld durch eigene Initiativen der Feuerwehrmitglieder und deren Angehörige aufbringen (Feuerwehrfeste und ähnliche Veranstaltungen).

Das verstärkte Einsatzaufkommen erfordert ein landesweit einheitliches Nachrichtenwesen und Alarmierungssystem, den Feuerwehrfunk und die Funksirenensteuerung. Als zusätzliche Ausbildungshilfe werden Funkleistungsbewerbe eingeführt. Der schwere Atemschutz wird, infolge der häufigen Verwendung von Kunststoffen bei der Errichtung von Gebäuden, ein zwingender Bestandteil der Löschmannschaften beim Innenangriff werden.

Wegen den großen Brände in den Jahren 1973 und 1974 wird der Ankauf eines Tanklöschfahrzeuges beschlossen. Im Rahmen des 9. Strandfestes, am 11. Juli 1976, wird das neue Tanklöschfahrzeug gesegnet und offiziell in Dienst gestellt. Die Feuerwehr Scheiblingkirchen zählt zu diesem Zeitpunkt zu den am besten ausgerüsteten Feuerwehren des Abschnittes Neunkirchen.

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Mit der Übergabe des neuen Kleinlöschfahrzeuges am 8. Mai 1979, durch die Firma Rosenbauer, ist ein weiterer Schritt in Richtung Modernisierung der Feuerwehr getätigt. Das neue KLF ersetzt den gebrauchten VW-Bus.

Ein Umbau des bestehenden Feuerwehrhauses ist notwendig. Ein Garagenstellplatz, Sozialräume im Dachgeschoß und eine Heizungsanlage werden errichtet. Nach Fertigstellung dieses Vorhabens im Jahre 1986 verfügt die Feuerwehr über ein zweckmäßiges Haus.

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  • hausneu

Ab dem Jahre 1991 wird die Funksirenensteuerung im Land Niederösterreich auf neuen Stand gebracht. Aufgrund dieser Änderung wird in Scheiblingkirchen 1992 eine neue Sirenensteuerungsanlage installiert, die auch eine Stille Alarmierung über Personenrufempfänger ermöglicht.

Anfang des Jahres 1994 macht sich die Feuerwehr Scheiblingkirchen Gedanken über den Ankauf eines neuen Tanklöschfahrzeuges, um das vorhandene nach zwanzig Jahren auszuscheiden. Die Firma Lohr erhält den Zuschlag zur Lieferung eines Tanklöschfahrzeuges 3000.

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Anfang Mai 1995 wird eine Woche der Feuerwehrjugend als Werbeveranstaltung durchgeführt. Daraufhin kommt es am 12. Mai zur Gründung einer Feurwehrjugendgruppe in Scheiblingkirchen.

 

Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten am 12. März 1938 und dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich zeigten sich vorerst im Feuerwehrwesen keine gravierenden Auswirkungen. Während des Jahres 1938 liefen jedoch die Vorbereitungen für die Überführung des Feuerwehrwesens in das deutsche System an. Die Freiwilligen Feuerwehren behielten ihre Bezeichnung auch während des Krieges bei. Sie wurden jedoch als Verein aufgelöst und Einrichtungen der Gemeinden.

Damit Vergehen im Feuerwehrdienst strenger geahndet werden konnten, wurden die Feuerwehrmänner ab 1. September 1942 der SS- und Polizeigerichtsbarkeit unterstellt, ab der 2. Jahreshälfte 1944 auch die Feuerwehrhelferinnen.

  • feuerwehrfrau

Um die Brandsicherheit der Gemeinden gewährleisten zu können, wurde neben der Möglichkeit der Dienstverpflichtung die Organisation der Feuerwehrhelferinnen eingeführt. Die Frauen und Mädchen mussten in acht Doppelstunden im Feuerwehrwesen ausgebildet und am Löschgerät durch laufende Übungen eingeschult werden. Sie mussten auch die Grundformen des Fußdienstes (Exerzieren) beherrschen.

Mit 1. Juni 1945 wurden alle Feuerwehrhelferinnen ihrer Dienstverpflichtung entbunden und nach Abführung der Ausrüstungsgegenstände von der FF mit Dankesworten entlassen.

Die Ausbildungsvorschrift für den Feuerwehrdienst, gültig vom 1. Februar 1939 an, revolutionierte die Ausbildung. In ihr wurde die kleinste taktische Einheit, die Gruppe 1:8, mit Gruppenführer, Melder, Maschinist, Angriffstrupp, Wassertrupp und Schlauchtrupp festgelegt. Dieser Gruppenaufbau ist bis heute in Österreich verbindlich geblieben.